74. Windberg-Cross mit 414 Teilnehmern - 20 Jahre alter Männer-Streckenrekord verbessert.
Herzlichen Dank allen Läuferinnen und Läufern, Trainern und Betreuern, dass ihr unserem historischen – und in verschiedener Hinsicht ja auch ein wenig rustikalem – Windberglauf auch bei der 74. Auflage die Treue gehalten habt. Insgesamt 414 Läuferinnen und Läufer haben die verschiedenen Läufe absolviert, das ist ein ordentliches Ergebnis.
Vielen Dank auch an die Stadt Freital, den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die großen und kleineren Sponsoren, die durch ihren Beitrag die Finanzierung der Veranstaltung auf ein solides Fundament gestellt haben.
Und letztlich ein großer Dank an die unermüdlichen Helfer und Kampfrichter – mit eurem Einsatz gelingt es jedes Jahr wieder, ein Stück Wald in einen lebendigen und gut besuchten Veranstaltungs-Ort zu verwandeln!
Das Top-Ereignis des Tages – die Weltpresse berichtete bereits - war natürlich der Hauptlauf der Männer über 8,3 km. Hier schien nur nach der ersten von vier Runden alles wie erwartet, denn da lag Karl Bebendorf vom Dresdner SC, Europameisterschafts-Dritter und sechsfacher Deutscher Meister auf der 3.000-m-Hindernisstrecke, noch gleichauf mit dem ehemaligen DSC-Athleten Felix Friedrich, der zum Windberglauf für die Ostsächsische Sparkasse Dresden an den Start ging.

Doch schon nach der zweiten Runde lief Felix mit klarem Vorsprung an den Zuschauern vorbei, den er immer weiter ausbauen konnte. Im Ziel blieben die Uhr schließlich bei 25:17 min. stehen – worauf der Chef-Organisator zunächst den Chef-Auswerter konsultierte, um zu fragen, ob mit der Zeitmessung alles in Ordnung sei. Denn in diesem Moment hatte Felix Friedrich den 2004 vom Slowaken Miroslav Vanko aufgestellten Streckenrekord von 25:34 min., an dem sich verschiedene Top-Athleten zwei Jahrzehnte lang vergeblich die Zähne ausgebissen hatten, verbessert.
Diese Leistung ist umso überraschender, da Felix seit dem Frühjahr aus Verletzungsgründen kaum läuferisch aktiv sein kann – dafür aber in manchen Wochen bis zu 400 km auf dem Rennrad zurücklegt, gern auch auf anspruchsvollen Bergetappen. Auf den Plätzen folgten Karl Bebendorf in 26:28 min. und – ebenfalls vom Dresdner SC – Tore Machnow in 26:58 min.
Hauptlauf der Männer 2025 Fotos: Frank Fritsche

Den 6,2 km langen Hauptlauf der Frauen gewann Hannah Schönmuth vom Athletics Team Dresden in 25:33 min. vor Bianka Ott (27:18 min.) und Ines Uhlig (29:07 min.). Schnellster bei den Masters M50 war auf dieser Strecke der weit gereiste André Lehnert-Kirmse von Phyiso-Vital Oederan in starken 22:59 min.
Im 4,1-km-Lauf der männlichen Jugend U20 endete ein spannendes Duell in einem enorm schnellen Rennen ebenfalls mit einem Streckenrekord. Louis Bianchin und Erik Sato (beide Dresdner SC) trieben sich gegenseitig zum Express-Tempo, im Ziel war Louis in 12:44 min. ganz knapp vor Erik, der 12:45 min. lief. Beide blieben damit „um Welten“ unter dem bisherigen Streckenrekord von Valentin Röhrig, der bei 13:36 min. lag.
Diesem schnellen Tempo nicht folgen konnte Lokalmatador Lennox Gyulai von der gastgebenden SG Lok Hainsberg. Der Deutsche Jugendmeister über 1.500m lag jedoch bei der männlichen Jugend U18 deutlich vorn und konnte dabei seinen eigenen, im Vorjahr aufgestellten Streckenrekord von 13:37 auf 13:21 min. verbessern.
Überhaupt war der Windberg-Cross wieder „die“ Bühne für den Läufer-Nachwuchs - 75% der Teilnehmer gingen in den verschiedenen Kinder- und Jugendläufen an den Start. Die am stärksten besetzte Altersklasse war die M10 – hier gingen 29 Jungen des Jahrganges 2010 auf die einen Kilometer lange Strecke.
Im kommenden Jahr wird „Rund um den Windberg“ 75 Jahre! Die Jubiläums-Auflage wird am Sonntag, dem 8. November 2026 stattfinden. Ganz besonders freut es uns, dass wir zusammen mit dem Windberglauf die Offenen Sächsischen Meisterschaften im Crosslauf veranstalten dürfen. Gern könnt ihr diesen Termin schon im Kalender vormerken.
Bilder: Frank Fritsche